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11.06.08 |
 |  | | Make Music to love
Es gibt ja jede Menge abgedrehte Geschichten rund um die Entstehungsgeschichte von Musikalben, eine der absolut verrücktesten ist wohl die um DAEDALUS. Da macht sich der Kalifornier Alfred Darlington mal kurzum zum Protege von Nikola Tesla, will Ende des 19 Jahrhunderts den Tod überwunden haben und anschliessend an elektronischen Musikinstrumenten gebastelt haben – wohlgemerkt mit der Hilfe von Nikola Tesla. Bis zu seinem mysteriösen Verschwinden am 29. Mai 1913 arbeitete er Treu der Devise „Love to make music to“. So verwundert es nicht – das 95 Jahre später ein gewisser Alfred Darlington als DAEDALUS im britischen Dandyoutfit die betanzbaren Bühnen der Welt unsicher macht. „Love to make music to“ ist aber alles andere als altmodisch und auch gar nicht britisch. Vielmehr dem experimentiellen HipHop, dem frühen 80er Wavesound zugewandt, hat sich der in Santa Monica ansässige Künstler mit zahlreichen Gästen verstärkt um ein ungemein abwechslungsreiches Album zu präsentieren. Seine Liebe fürs Sampling von Soul- und Jazzstücken garniert mit tanzbaren Rhythmen lässt an THE AVALANCHES denken, wenn die Beats stampfen erinnert er an die Labelkollegen von SPANK ROCK, seltener sind Ausflüge in die französischen Tanzgefilde von DAFT PUNK. So strahlt „Fair weather friends“ die weiche Wärme von Soul aus, die Schweissperlen zum rinnen bringt die grandiose 80s Wavesingle „Make it so“. Produzent Michael Johnson hat diesem Song nicht nur einen pulsierenden Schub Beats verliehen, vor allem der fliessende, sonore Gesang wirkt wie Aphrodisiakum für tanzmüde Beine. Richtig lebendig wird „Love to make music to“ dann, wenn verschiedenste Einflüsse aufeinanderprallen, so z.B. „Get off your hihats“ in ein ambientes Loungethema wandelt, welche von einem Barpiano getragen mit exotischen Beats in die Regionen der THIEVERY CORPORATION vorstösst. „Touchtone“ lässt Grammygewinner Paperboy mit reichlich Rhymes auf das Publikum los, leider fährt ihm der Synthesizergenerierte Beat arg in die Parade. Gutmachen darf der das auf „My Beau“ wieder – einer instrumental wie auch emotional vibrierenden R´n`B Nummer, deren süsser, von Erika Rose gesungener, Refrain an selige LUTHER VANDROSS Zeiten erinnert. DAEDALUS ist einer dieser Freaks, welcher aus zahlreichen Samples und ein paar Beats einen hervorragend funktionierenden Dancefloortitel zusammenschraubt, nur um später zu beweisen, daß sein musikalisches Repertoire noch vielfältiger ist. Am ehesten vergleichbar ist er wohl noch mit den Australiern THE AVALANCHES, deren Sound kommt er am nächsten. Seinem Erfindungsreichtum nach zu urteilen, war er aber wirklich mit Nikola Tesla unterwegs…
Trackliste: 01 Fair Weather Friends
02 Touchtone (feat. Paperboy and Taz)
03 Twist The Kids (feat. N’fa)
04 Get Off Your HiHats
05 My Beau (feat. Erika Rose and Paperboy)
06 Make It So (feat. Michael Johnson)
07 Only For The Heatstrings
08 I Car(ry) Us
09 I Took Two
10 Assembly Lines
11 Bass In It (feat. Taz)
12 Hrs:Mins:Secs
13 If We Should (feat. Laura Darlington)
14 Drummery Jam
15 You're The One (feat. Om'mas Keith)
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Letzte Aktualisierung ( 11.06.08 )
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