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r/v: HURRICANE FESTIVAL - 20.-22.06.2008, Scheeßel, Eichenring


25.06.08
ImageDas Festival-Highlight von A-Z

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Alkohol, der: Gehört in Maßen durchaus zu einem gelungenen Festival dazu. Leider schien er für manche aber auch der einzige Beweggrund für den Hurricane-Besuch gewesen zu sein.

„Anyone Can Play Guitar“: Alter Radiohead-Gassenhauer, der am Festival-Wochenenden von ein paar Trunkenbolden, aber auch der ein oder anderen Band bestätigt wurde.

Ausverkauft: War das Festival in diesem Jahr. Bei näherer Betrachtung des Line-Ups auch wenig verwunderlich.

B
Beste Band der Welt, die: Auch wenn sich die Ärzte so nennen, halten viele Musikfans Radiohead für eben diese. Der Auftritt beim Hurricane sollte diesen Musikfans in die argumentativen Karten spielen. Viel Spektakel auf der Bühne und ein hervorragend aufgelegter Thom Yorke. Ein wahrlich würdiger Festival-Headliner.

Briten-Indie: The Enemy, The Wombats, The Subways, The Pigeon Detectives, The Kooks und äääähm die Kaiser Chiefs. Vornehmlich auf der blauen Bühne anzuschauen.

C
Chaos, das: Wurde perfekt, als manche Leute wegen Platzmangels auf den Wegen zelteten. Aber es gab ja noch einige markante Flaggen zur Orientierung.

D
Drummer, der: englisch für Schlagzeuger. Der bekannteste Drummer des Festivals trat jedoch mit Gitarre auf, denn Dave Grohl rockte mit seinen Foo Fighters als einer der Headliner.
Zwischen „The Pretender“ und „Best Of You“ fast nur Hits und ein schmaleres Akustikset als bei einem regulären Gig der Foos. Da der Auftritt an einem Samstag stattfand, nahm sich Dave Grohl dann auch mal das Recht heraus a la Gottschalk zu überziehen. So macht man das.

E
Einlass, der: Nur ohne Flaschen und andere gefährliche Gegenstände kam man aufs Festivalgelände. Selbstverständlichkeit.

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Flunkyball: Beliebteste Kombination aus Sport und Trinkspiel auf dem Campingplatz. Wird bestimmt bald olympisch.

Frankreich: Dort hatte der Bandbus von Foals eine Panne. Ihr Auftritt musste leider ausfallen.

G
Grillen, das: Essentiell. Irgendwie muss man ja satt werden.

Gelb-graue Wolken, die: Perfektes Setting für den Sigúr Ros-Auftritt.

H
Hamburger Schule, die: Ja, Tocotronic waren auch da. Auch Kettcar, die von manchen fälschlicherweise gerne zum Genre gezählt werden.
Kein Wunder, ist die Stadt doch nicht allzu weit vom Festival-Gelände entfernt.

I
Iglu, das: siehe „Zelt“

J
Jubiläum, das: Gab es in diesem Jahr keines zu feiern. Aber 2011 wird das Festival stolze 15 Jahre alt.

K
Kalorien, die:
a) Scheinbar die neue Ersatzdroge von Dave Wyndorf. Auch wenn der Gute jetzt einen deutlich größeren Schatten wirft, war es schade, dass der Auftritt seiner Band Monster Magnet nur ein Schatten ihrer selbst war. Übrigens war Wyndorfs Leibesfülle letztlich auch Gesprächsthema Nr. 1 am Freitag. O-Ton: „Boah, ist Dave Wyndorf fett geworden.“
b) Führten sich die tapferen Camper vornehmlich durch Ravioli, Grillgut und Dosenbier zu.

„Karma Police“: Radiohead-Hit von ihrem Opus Magnum „OK Computer“. Fand ebenso wie „Creep“ keinen Platz im Radiohead-Set. War zu erwarten.

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Lila: Farbe der kommunistischen Einheits-Uniform im Jahre 2008. Zumindest, Wenn es nach der (International) Noise Conspiracy geht, die am Festival-Samstag einmal mehr einen hervorragenden Auftritt ablieferte und mindestens das halbe kommende „The Cross Of My Calling“-Album spielte.

Lightshow, die: Welche war nun besser? Die von Radiohead oder den Chemical Brothers?

M
Marcus, Alexander: Den selbsternannten König seiner selbsterfundenen Musikichtung „Electrolore“ vernahm man des öfteren aus Ghettoblastern auf dem Campingplatz.

Musikgeschmack, der: Auch wenn man beim diesjährigen Festival-Billing von vorhandenem Musikgeschmack bei den Besuchern eigentlich ausgehen könnte, konnte man einmal mehr zwischen den Zelten sehr oft Dimple Minds oder 08/15 Punkrock hören. Wegen Sigúr Ros waren die wohl nicht da.

Mückenpisse, die: ugs. für „ganz wenig Regen“. Zu beobachten am Anreise-Donnerstag und in den ersten Minuten des Euro-Vertelfinals.

Müll, der: Wird immer mehr ein Riesenproblem auf dem Campingplatz. Es wird wohl Zeit, nach einer Alternative zum eigentlich bewährten 5 Euro-Pfand zu suchen.

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Nächte, die: Wie gewohnt ungewöhnlich kurz.

Nazis, die: Waren natürlich keine da. Auch wenn Fangesangseinzelphänomene wie „Besiktas, Besiktas, Galatasaray, Fenerbahce Istanbul – Wir hassen die Türkei“ schon sehr bedenklich stimmen. Halbfinale hin oder her.

NOFX: Kalifornische Melodycore-Legende. Gab die bewährte Mischung aus 50% blödsinnigem Gelaber und 50% Punkrockhymnen zum Besten. Kill All The White Men!

O
Open Stage, die: Zum Tagesbeginn konnte man – am Mikro oder am Instrument seiner Wahl – auf der Zeltbühne mit einer Profi-Band seine Lieblingslieder spielen/singen. Lustige Aktion.

P
Polizei, die: Hatte sehr wenig zu tun in diesem Jahr. Gut so.

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Qual, die: Die sprichwörtliche „Qual der Wahl“ wurde nach Studium des Time-Tables einmal mehr bittere Realität.

R
Regen, der: Obwohl eigentlich der natürliche Feind eines Festivals, sorgte er pardoxerweise für einen tollen Auftritt von Tocotronic. Wegen jenem Regen musste die Band nämlich in der Mitte von „Kapitulation“ kapitulieren, um 10 Minuten später wieder mit dem Song beginnen zu können.
Aber auch Blitze und Donner der Unwetterausläufe konnten die Wut in von Lowtzows Texten prima unterstreichen.

S
Schweinsteiger, Bastian: Sorgte mit seinem 0:1 gegen Portugal am Anreisetag für einen guten Start der Mega-Party.

Southside, das: Zwillingsfestival im Süden

Staub, der: Wegen Hitze und Trockenheit massig vorhanden. Gab vielen Festivalbesuchern – egal, ob geduscht oder nicht – das Aussehen eines Wüstenkriegers.

T
Tageslicht, das: Völlig ungeeigent für Bands wie The Notwist, um die ihnen eigene Atmosphäre aufzubauen. Aber so ist das halt bei Festivals.

Torsten: Wurde eine kleine Maus von Festivalbesuchern genannt, als sie den essenden Fans einen Besuch abstattete. Natürlich bekam Torsten von diesen auch ein paar Pommes zur Stärkung.

U
Unwetter: Sollte es am Sonntag laut Wetterdienst geben. Gab's aber nicht.

V
Viva con Agua: Initative des Ex-St.Pauli-Kickers Benjamin Adrion, die mithilfe von Spenden und ehrenamtlichem Engagement Projekte für sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern realisiert.
Helfer des Initiative nahmen auf dem Festivalgelände Pfandbecher als Spenden für ein Projekt in Kambodscha entgegen. Tolle Idee, sinnvolles Projekt.

Vögel, die: Wenn man nah genug am Wald campte, konnte man sogar von ihnen statt von den böhsen onkelz geweckt werden.


W
Wellenbrecher, die: Wichtiger Schutz des Publikums vor zu viel Drängelei bedingtem Druck von hinten. Der begehrte Einlass vor den ersten Wellenbrecher wurde in diesem Jahr auch besser gelöst als in den Vorjahren.

Wiese, die: War nach dem Abbau der meisten Zelte am Montag kaum zu sehen.

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Xylophon, das: Hatten Sigúr Ros dabei und boten eine hinreißende, atmosphärisch dichte Performance. Island muss wohl auf einem anderen Stern liegen.

Y
Yorke, Thom: Radiohead-Sänger. War während des British Sea Power-Auftritts im Zelt auch im Publikum zu finden.

Z
Zelt, das:
a) Wohl wichtigster Ausrüstungsgegenstand. Wer will auch bei einem Festival schon unter freiem Himmel schlafen. Allerdings wurde es in den Zelten in diesem Jahr ob der Hitze sehr schnell heiß und unerträglich, was man den Festivalbesuchern auch spätestens am Sonntag in den Gesichtern abzulesen war.
b) ugs. für die kleinste Bühne des Festivals. Grandiose Auftritte von Blackmail, Tegan and Sara, Digitalism, den Weakerthans, u.v.m.
c) ugs. für das „Partyzelt“, das für alle mit guter Kondition eine riesige Party bis in die Morgenstunden bot

Zwillinge, die: Mit Tegan and Sara waren sie da, des Indie-Fans liebste Zwillinge - und sie boten ein tolles Kontrastprogamm zur Standard-Beatsteaks-Show.

Zwotausend-Neun, das Jahr: Auch 2009 wird wieder gerockt. Wohl vom 19.-21. Juni.

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Fotos:

HURRICANE-Festival

Link:
Hurricane-Homepage
 
Nachricht an Autor benedikt.heimann@triggerfish.de
 
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Autor Kommentar
manu avatar Verfasst am 11:05:06 26.06.2008

wir wollten das unwetter!! selbst black rebel motorcycle club fanden es schade, dass statt schwarzen wolken und blitzen auf einmal die sonne rauskam.
auch noch zu erwähnen: "helgas grill". endlich mal echte männer grills, wo die steaks brutzeln konnten. mit 70.000 besuchern hats das hurricane dieses jahr dann endlich gepackt besser als rock am ring zu sein!!!

Antworten | Zitat

timo avatar Verfasst am 20:49:50 30.06.2008

Vorsicht vor den Zeltplätzen C5-C7!!!!! Zumindest nach drei Tagen Dauerhitze...Sahara-artiger Staub zog nicht nur in die kleinsten Körperöffnungen sondern auch durch ungeöffnete Bierdosen!!!! Beste Band des Fastivals, Digitalism!!!!!

Antworten | Zitat

Letzte Aktualisierung ( 26.06.08 )
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