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r/v: I WALK THE LINE - 09.09.2008, Köln, Tsunami
| 14.09.08 | ||||||||||||
Kimalteleva punkrock jalokivi
Dienstagabend in der Millionenstadt Köln: Geschätzte vierzig Menschen begeben sich ins feine Tsunami. Den Anderen sei gesagt: Ihr habt was verpasst. Die finnischen Punkrocker von I Walk The Line nämlich. Dass I Walk The Line nicht die Sonne aus dem Arsch scheint, darf einem ob der Herkunft der Band nicht verwundern. Leicht düster gehalten ist die Musik der Finnen. Rau, mit Ecken und Kanten. Echt könnte man sagen und dabei von natürlicher Schönheit. Was I Walk The Line nach drei Alben an kleinen großen Songs auf ihrer Setlist stehen haben, qualifiziert ihre Live-Gigs für größere Menschenmengen. Da aber die großen Partys nicht automatisch die Besseren sind, hatte auch der kleine Rahmen des Wohnzimmer-Konzertes im Tsunami seine Vorteile. Und wer weiß: Wenn I Walk The Line irgendwann den Aufstieg in eine höhere Liga schaffen, können die, die da waren, erzählen, wie das damals war im Tsunami, Auge in Auge mit den Finnen: Großartig! Ach ja: I Walk The Line waren an diesem Abend nur Vorband von Mark Sultan. Aber was heißt hier nur und welche Rolle spielt schon die Reihenfolge. Zwar sind der erste Kuss und die erste Freundin selten die Besten, aber manchmal eben doch. Und bezogen auf diesen Abend bedeutet das: Wen interessiert das Indiegaragesoulgefrickel von Mark Sultan, wenn davor I Walk The Line ihre Visitenkarte hinterlassen haben? Das sich I Walk The Line darauf nicht
als Neu-Erfinder des Punkrocks bezeichnen, dürfte auch klar
sein. Aber was die Zutaten angeht - auf der Suche nach Vergleichen
fallen einem vor allem Against Me! ein, natürlich The Clash,
wegen der Orgelunterstützung die Muder City Devils und in Bezug
auf die stimmliche Ähnlichkeit von Sänger Ville mit Mike
Ness Social Distortion - beweisen die Finnen Geschmackssicherheit,
das Rezept ist originell und das Ergebnis aufregend. Nach drei Alben und nicht zuletzt auf Grund der gezeigten Live-Qualitäten
haben I Walk The Line bewiesen, dass sie das Potenzial haben, mehr
als ein Geheimtipp zu sein, der als exotischer Rohdiamant aus dem
Norden bezeichnet wird. Zu wünschen ist es ihnen. In diesem
Sinne: Kaikkea hyvää tielläsi tähtin.
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| Letzte Aktualisierung ( 13.11.08 ) | ||||||||||||
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