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MOKE - Shorland


28.01.09
Image
 
Label:
Universal Music
 
Vö:
30.01.2009
 
Format:
CD
 
Links:
  
 
Bewertung

Redaktion:
3
 
Leser:  
Das meinen unsere Leser!
 


 
Een lekker Start

Nanu, ist das etwa Mr. Gallagher, der uns da auf dem Cover des Albums "Shorland" entgegen schaut? Natürlich nicht – es ist der Sänger FELIX MAGINN der niederländischen Band MOKE, der optisch allerdings frappierende Ähnlichkeit mit dem OASIS-Frontmann aufweist.
Es ist wohl bezeichnend, dass der nordirische Sänger allein auf dem Cover abgebildet ist, denn er ist Songwriter sowie Dreh- und Angelpunkt der fünfköpfigen Combo aus Amsterdam. Nachdem MAGINN bereits in London mit dem Versuch, eine Band ins Leben zu rufen, gescheitert ist, scheint er dieses Mal alles richtig gemacht zu haben: er kehrte seiner Heimat und auch Großbritannien den Rücken, suchte sich in den Niederlanden Gleichgesinnte und stampfte somit eine Band aus den Boden, die nun mit einem großen Label hinter sich bereit ist, ganz Europa aufzumischen.

Die Voraussetzungen dafür sind denkbar günstig: PAUL WELLER wurde auf die Band aufmerksam, setzte sie bereits zweimal als Support ein und adelte ihre Songs als "Fucking Smashing Tunes". Auch Modezar Lagerfeld scheint von der Band beeindruckt zu sein, denn er stattete sie kurzerhand mit seiner Modelinie "K" aus. Dies alles macht sich ganz wunderbar in der Presse und die Band wird es scheinbar auch nicht leid, dies immer wieder zu betonen und damit für sich zu werben.

Doch was steckt nun wirklich hinter den 11 Songs aus dem Debüt der Niederländer?
Das Album startet mit dem Piano-Intro des Songs "This Plan", das sich schnell zu einer von Streichern unterlegten, gefühlvollen Rockpop-Nummer wandelt. Zum Ohrwurm prädestiniert folgt im Anschluß die Debüt-Single "Last Chance". "Emigration Song" nimmt das Tempo aus dem Album, der Song behandelt die ganz persönlichen Erfahrungen des Songsters, seine Heimat und seine Familie in jungen Jahren verlassen zu haben. Darüber hinaus behandeln weitere der Songs die Zustände, die in Irland herrschten, als der Frontmann noch in Belfast lebte. Es geht um Bürgerkrieg, Gewalt, Fanatismus und Angst. Doch wie die Band selbst sagt, alles mit einem optimistischen Blickwinkel, weder desillusioniert noch verbittert. In "Here Comes The Summer" geben erfrischend schreddelige Gitarrenklänge den Ton an. "The Long Way" schlägt mit dudelsack-ähnlichen Einlagen instrumentell wieder eine Brücke zur grünen Insel. Dass MOKE als niederländische Band so stark irische Themen in den Vordergrund setzen, scheint erst einmal zu verwundern, wird offenbar aber auch von den übrigen Bandmitgliedern bewußt nach vorn getrieben.

Textlich also eine interessante Mischung aus emotionaler Vergangenheitsbewältigung und sozialkritischem Engagement. Musikalisch bietet "Shorland" eine solide und abwechslungsreiche Mischung aus hymnischen Balladen und schmissigem Gitarren-Poprock, stets unterstützt von gefühlvollem Gesang und mitunter von opulentem Streich-Orchester. Es gibt eine vielfältige Anzahl von Namen dieser Richtung, die Band bezeichnet sie selbst scherzhaft als Neo-British-Wave-Rock-Pop. Dies dürfte es also treffen.
Neu ist das Ganze auch hier wieder nicht. Unweigerlich fühlt man sich an Bands wie INTERPOL und REAMONN erinnert, hier hört man etwas KEANE heraus, dort OASIS oder SNOW PATROL. Die Chancen, dass den Jungs mit ihrem Album auch außerhalb ihrer Heimat der große Wurf gelingen mag, dürften dank ihrer gefälligen, memorablen Melodien dennoch ziemlich gross sein.




Trackliste:

01 This Plan
02 Last Chance
03 Emigration Song
04 Here Comes The Summer
05 Rule The World
06 The Long Way
07 We´ll Dance
08 Only One I Had
09 The Song That You Sing
10 Bygone
11 Heart Without A Home

 
Nachricht an Autor sonja.wahjudi@triggerfish.de
 
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Letzte Aktualisierung ( 28.01.09 )
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