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13.02.09 |
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Das Gute und Schöne
Der Altmeister des Gitarrenpop und sein
Voodooclub schleichen sich mit einem neuen Album in die Gehörgänge.
Diamonds Fall heißt es und die Aufmerksamkeit ist wie immer
groß. Die Musik auch. Schwelgerisch und entrückt von allen
Zwängen macht Phillip Boa weiterhin was er will und bleibt sich
dabei selbst treu.
Ruhig ist es geworden, dass neue Album.
Nicht das Phillip Boa je richtig laut gewesen wäre, aber
gerumpelt hat es hier und da schon. Zorn war gelegentlich dabei,
himmelhoches Jauchzen und hymnische Trauer sowieso. Aber von den
Extremen scheint sich Boa verabschiedet zu haben. Jetzt sucht er die
Erfüllung im Detail. Sorgsam arrangiert sind die neuen Songs,
die Melodien oft klein gehalten. Fast meditativ kommen weite Teile
des Albums daher.
Der Opener Diamonds Fall zum Beispiel,
aber auch die erste Singleauskopplung Lord Have Mercy With The 1-Eyed
und das wunderschöne Valerian. Dieser ruhige Fluss des Albums
bietet aber auch Risiken. Langatmigkeit und an manchen Stellen sogar
Langeweile könnte man der Platte durchaus vorwerfen. Aber dann
blitzt im nächsten Moment wieder das Genie des Tüftlers und
seines Voodooclubs auf und überhaupt:
Der Musikeigenbrödler muss sich
nicht mehr rechtfertigen und niemandem etwas beweisen. Zusammen mit
seinen Mitstreitern - auf Diamonds Fall unter anderen Can-Drummer
Jaki Liebezeit - sucht er Album für Album weiter nach dem Guten und Schönen und von Zeit zu Zeit lässt er uns an dem
teilhaben, was er gefunden hat. Diamanten sind immer dabei. Auch wenn
man deren Schönheit und Brillianz nicht unbedingt auf den ersten Blick entdeckt.
Trackliste: 01 Diamonds Fall
02 Valerian
03 Fiat Topolino
04 The World Has Been Unfaithful
05 Lord Have Mercy With The 1-Eyed
06 The Race Is Over
07 Jane Wyman
08 Coppergirl
09 60's 70's 80's 90's 10
10 DJ Baron Cabdriver
11 Black Light | | | | | Nachricht an Autor felix.koesterke@triggerfish.de | | | | Weitere Beiträge von Felix Kösterke | |
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Letzte Aktualisierung ( 17.02.09 )
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