In Finnland sind
Hybrid Children eine ganz große Nummer. Sechs Alben haben sie
in 18 Jahren rausgehauen. Fight as One ist das Siebte und für
den Rezensenten der Erstkontakt. Der gerät beeindruckend.
Schon der Opener
und Titeltrack Fight As One - ein Powerrockkracher, der inklusive
Wah-Wah-Effekten und Mitgrölrefrain alles auffährt, was
eine Rockhymne haben muss - legt die Latte hoch. Und der Rest des
Albums nimmt diese Hürde locker und zeigt sich dabei vielfältig.
Eine Schublade wäre zu klein, für Fight As One braucht es
viele.
Neben klassischem
Punk'n'Roll und Schweinerock - wie in die Backyard Babies lange nicht
mehr abgeliefert haben - lassen sich auf Fight As One auch Songs wie
die Rockballade These Are The Moments I'm Living For und eindeutige
Referenzen an den Metal- und Glamrock der 80er Jahre finden. Medicine
Train und Dancing On Roses zum Beispiel, deren Refrains der frühe
Jon Bon Jovi sicher auch gerne im Repertoire gehabt hätte. Aber
bevor jetzt Missverständnisse aufkommen: Hybrid Children sind
selbst bei diesen Ausflügen in die Vergangenheit niemals
peinlich.
Ganz im Gegenteil:
Sie verstehen schlicht und einfach ihr Handwerk, werfen mit dicken
Riffs und großen Melodien nur so um sich und bedienen sich
meisterhaft im Effektekasten des Rock - wissen aber auch um die
Gefahren. So sorgt die raue Produktion dafür, dass selbst die
radiotauglichste Melodie immer noch nach Schweiß, Bier und
eimerweise Testosteron riecht.
Mit Fight As One
haben Hybrid Children ihr Meisterwerk vorgelegt und einmal mehr
bewiesen, dass man sich im hohen Norden auf das Genre des Männer-
und Schweinerock versteht. Jetzt sind die anderen - seien es die
Backyard Babies oder The Bones - in der Beweispflicht. Momentan haben
die Finnen die dicksten Eier.
Trackliste:
01. Fight as one
02. Medicine train
03. Deathbreath dynamo
04. Dancing on roses
05. Worldwide checkmate
06. Blackheart baby
07. Fire always burns in us
08. These are the moments I'm living for
09. Dropzone of black snow
10. Mötörbreath
11. Out on the wasteland