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r/v: THROUGH THE NOISE TOUR - 14.04.2009, Köln, Essigfabrik
| 16.04.09 | ||||||||||||
Borat im Auenland?Dienstage sind nicht gerade die beliebtesten Konzerttage. So kam es wohl auch, dass die Kölner Essigfabrik vergangenen Dienstag trotz hervorragendem Line-Up nicht ausverkauft war. Oder es lag doch an der Kirmes um die Ecke - wie oft ist in Deutz bitte Jahrmarkt? Bei der NEVER SAY DIE-Tour [Live-Review dazu gibt's hier..] war auch eine und jetzt bei der THROUGH THE NOISE-Tour schon wieder. Man könnte fast meinen, es liegt an den Indoor-Festivals.. Wie dem auch sei, Kirmes und hervorragendes Line-Up hin oder her: Dieser Bericht beginnt auch erst - fototechnisch gesehen - beim zweiten Drittel vom MISERY SIGNALS Auftritt, also der dritten Band des Abends. Davor spielten TOXIN TO SALVATION und OUTBREAK - leider vor noch geringerem Publikum. Auch den Rest des Abends blieb es einigermaßen entspannt, wobei nach und nach natürlich doch noch ein ganzer Haufen Besucher eintrudelte. Ob der schwarze Vorhang hinter dem Mischpult nun akustischen (war ganz schön laut), optischen (war ja ganz schön wenig los) oder schlichtweg dekorativen (... naja, schön war der nicht) Zwecken dienen sollte, bleibt ebenfalls dahingestellt. Die ARCHITECTS dürften sich trotzdem gefreut haben: Nachdem ihnen die Technik in der Essigfabrik bei der NEVER SAY DIE-Tour im letzten Jahr einen Strich durch die Rechnung machte und ihr Set auf die Hälfte gekürzt werden musste, konnten sie nun zwar nicht vor ausverkaufter Halle, dafür aber ohne Soundprobleme auftreten. Natürlich spielten sie einige Songs aus dem aktuellen Album "Hollow Crown" - "Dethroned", "Borrowed Time" oder auch "Follow The Water" - und stellen erneut ihre Live-Qualitäten unter Beweis. [INTERVIEW gibt's übrigens hier.] Als nächstes kamen die heimlichen Gewinner des Abends: BANE. Obwohl die Mitglieder nach 14 Jahren Bandgeschichte trotz straight edge-Lebensweise recht verbraucht aussehen ("Die sind ja richtig alt", hörte man aus dem Publikum raunen), merkte man ihnen auf der Bühne keinerlei Verschleißerscheinungen an. Einigermaßen pathetische Ansagen á la "Die Musik ist unser Leben und wir unterwerfen uns keinen Trends" durften auch nicht fehlen. Dennoch dürften die Fünf an dem Abend einige neue Fans hinzugewonnen haben. In der Umbaupause ging es dann nach unzähligen Stagedives um einiges beschaulicher zu: Zum Soundcheck ertönte tatsächlich die Melodie vom Auenland. Statt Hobbits kamen aber letztlich doch COMEBACK KID auf die Bühne. An Kostümen fehlte es trotzdem nicht. Gitarrist Jeremy feierte seinen 33. Geburtstag und musste dementsprechend mit albernem T-Shirt auftreten und mehr als einmal sah man einen jungen Mann im neongelben Borat-Spandex-Einteiler (ja, den gibt es wohl tatsächlich zu kaufen) stagediven. Obwohl das Set und somit das ganze Event zeitig gegen 23.20 Uhr schon wieder zu Ende war, spielten sich CBK durch all ihre Alben: Neben älteren Songs wie "All In A Year" und "Die Tonight" und neueren Tracks - "Broadcasting", "Hailing On Me", "Defeated" - waren natürlich auch einige Titel vom 2005er Album "Wake The Dead" vertreten. So wurden u.a. "Partners In Crime", "False Idols Fall", "Talk Is Cheap" und "Final Goodbye" gespielt, bevor der Abend obligatorisch mit "Wake The Dead" endete. Fotos: Sabrina Thron
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