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r/v: METALLICA - 17.05.09, Köln, Lanxess Arena


19.05.09
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Überwältigende Stimmung bei einem beeindruckenden Konzert


Die vier Herren des kalifornischen Metal-Flaggschiffs METALLICA, dass seit 1981 unaufhörlich durch die Ozeane schifft, legen am heutigen Sonntag in Köln an. Während ihrer World Magnetic Tour 2009 ist die Band mal wieder in den großen Hallen zu sehen. In den letzten Jahren konnte man sie in Europa bis auf vereinzelte Konzerte immer nur unter freiem Himmel bestaunen. An diesem Abend ist Deutschlands größte Konzerthalle mit 18.000 Zuschauern restlos ausverkauft.

Um ca. 16.15 Uhr sind METALLICA im Kölner Hard Rock Café zu Gast. Im Zuge ihres Computerspiels „Guitar Hero: Metallica“ erhalten einige Besucher die Möglichkeit für kurze Zeit mit der Band zusammen zu kommen. Ungefähr 300 Leute haben sich vor dem Café versammelt und als die Band dann endlich in schwarzen, abgedunkelten Autos vorfährt, wird es auf der Gürzenichstrasse ziemlich laut. Die Band präsentiert sich kurz zum Fototermin und betritt das Hard Rock Café unter tosendem Applaus. Es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was ein paar Stunden später auf der anderen Seite des Rheins passieren wird.

Trotz des in die Jahre gekommenen Alters sind METALLICA mittlerweile die einzig übriggebliebene Metal-Band vergangener Tage, die es immer noch schafft zahllose Scharen an Fans zu mobilisieren und die größten Hallen und Stadien zu füllen. Die gesamte Tour ist in kürzester Zeit ausverkauft gewesen. So erwatet die Fans heute in Köln auch wieder eine ganz besondere Atmosphäre. Viele Zuschauer machen sich schon am Nachmittag auf den Weg nach Deutz und belagern das Gelände der Lanxess Arena.

Moschpit, Headbanging, Pommesgabel, Fans in Ekstase – ausnahmslos wird der Weltkonzern gehuldigt. METALLICA geben den Zuschauern das erwartete Spektakel und die Fans danken es ihnen. Sänger James Hetfield verkörpert mit unnachahmliche Stärke einen Leader, der imstande ist alles aus seinen Fans herauszuholen. Bierbecher fliegen durch Luft, zwischen den Songs vernimmt man allerorts ein langgezogenes „yeahhhh“, für zwei Stunden und 15 Minuten scheint es nur einen Raum zu geben. Eine Galaxie, die auf eine Zeit von 1983 bis 2009 begrenzt ist.

Zwischen Kill´ Em All und Death Magnetic gibt es eine schier grenzenlose Auswahl an Songs, und wer die Wahl hat, der hat auch leider die Qual. Somit werden einige Leute enttäuscht darüber sein, nicht das Lied gehört zu haben, was sie sich so sehr gewünscht hat. Diese Momente gibt es bei der Band leider immer wieder. Manchmal mehr, manchmal weniger. Trotz alledem sind die Songs, die einem geboten werden mit größtmöglicher Hingabe gespielt. Abgesehen von ein paar Platzhaltern variiert die Setlist auf der Tour. So auch an diesem Abend in Köln.

Wie auch schon zu Load-Zeiten ist die schlicht gehaltene Bühne auch bei der aktuellen Tour  in der Hallenmitte platziert. Nach dem obligatorischen Intro starten METALLICA mit dem Opener des neuen Albums Death Magnetic. „That Was Just Your Life“ beginnt mit einer dramatischen Lasershow. Der anfangs miserable Sound verbessert sich glücklicherweise relativ schnell, so dass dem Genuss des Konzertes nichts mehr im Wege steht. Vom aktuellen Album spielt die Band sechs Lieder, die alle sehr positiv aufgenommen werden. Mit „King Nothing“ wird ein eher unerwarteter Song vom Load Album zum Besten gegeben.

Hervorzuheben sind Lieder wie „Justice For All“, „Fade To Black“, „One“,  „Master Of Puppets“ und natürlich „Dyers Eve“, die das Herz des langjährigen Fans höher schlagen lassen. Von der Decke werden überdimensional große Särge herunter gelassen. Feuer sprüht, es donnert, blitzt und knallt und je länger das Konzert dauert, desto größer ist die spürbare Begeisterung der Fans.

„are you still out there?“, brüllt Hetfield vor „Enter Sandman“ und die Menge lässt keinen Zweifel daran, dass sie gewillt ist das Letzte zu geben. Die Atmosphäre ist atemberaubend und die Halle steht Kopf. Bis auf den obersten Platz unter dem Dach feiern die Zuschauer ihre Helden und sorgen für Gänsehaut-Stimmung.  Die Zugabe beginnt mit zwei Cover Songs. „Overkill“ von Motörhead und „Die, Die My Darling“ von den Misfits werden an diesem Abend auserwählt und zum Besten gegeben.

Zum Finale geht es dann endlich zurück ins Jahr 1983. „Seek And Destroy“ bildet den famosen Abschluss eines denkwürdigen Abends. Dutzende von schwarzen Bällen werden von der Band in die Menge geschossen und anschließend durch die Halle befördert. Über den Sinn und Zweck einer solchen Aktion lässt sich streiten. Die Zuschauer hatten auf jeden Fall Spaß dabei.

Die Band hat es zum Abschluss ihrer Deutschlandtournee noch mal richtig krachen lassen und hat ihr Ziel sehr wohl erreicht. Ein ausverkauftes Haus, glückliche und zufrieden gestellte Fans – was will man mehr!



1. That Was Just Your Life
2. The End Of The Line
3. Justice For All
4. King Nothing
5. Fade To Black
6. Broken, Beat And Scarred
7. My Apocalypse
8. Sad But True
9. One
10. The Judas Kiss
11. The Day That Never Comes
12. Master Of Puppets
13. Dyers Eve
14. Nothing Else Matters
15. Enter Sandman

Zugabe
16. Overkill
17. Die, Die My Darling
18. Seek & Destroy

Fotos: Martin J. A. Lambeek, Groningen (NL)

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Nachricht an Autor mirko@triggerfish.de
 
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Letzte Aktualisierung ( 20.05.09 )
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