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MANIC STREET PREACHERS - Journal For Plague Lovers...


25.05.09
Image
 
Label:
Rca Int.
 
Vö:
15.05.2009
 
Format:
CD
 
Links:
  
 
Bewertung

Redaktion:
6
 
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Mitschwimmen und Zurückrudern!

Richey Edwards ist seit letztem Jahr offiziell für tot erklärt. Er war 1995 mysteriös verschwunden und man hat außer Gerüchten nie wieder etwas von Ihm gehört - bis jetzt.

Denn seine Bandkollegen haben Ihm Posthum ein Denkmal gesetzt und zwar, in dem sie ungenutzte Texte von Ihm jetzt, im Jahre 2009 vertont haben.

13 Tracks die rau und ungehobelt daher kommen, so als würden sie mit einem Bein im Grunge und mit dem anderen in den Anfangstagen der Band stecken.

Besonders bemerkenswert ist dabei nicht nur das klare und deutliche Songwriting der Band sondern auch der direkte Sound der fast unproduziert daher kommt, Kein Pomp wenig Synthies sondern „stripped to the Bone“ was die Band schon immer ausgemacht hat: Rockenergie und Pop optimal zu verschmelzen.

James Dean Bradfield, Sean Moore und Nicky Wire sind zurück und haben mit Grunge und Noise Produzent STEVE ALBINI eine passende Besetzung für´s Mischpult gefunden.

Er fixiert die Texte und die Musik dazu so als gelte es eine musikalische Flaschenpost zu konservieren, die ab jetzt jederzeit geöffnet werden darf. Und dabei geht die Band auf keinen Fall retromäßig vor, nein sie klingt so frisch und energiegeladen, wie es heute möglich ist, ohne sich selbst zu wiederholen:
Nicky Wire im Interview:

„Es hatte wieder diese Art naiven Idealismus, Wut und pure Energie.“ Das „Journal“ gehe noch einen Schritt weiter: „Wir haben uns fast wieder jung gefühlt, denn diese Texte wurden von einem Mann geschrieben, der auf dem Höhepunkt seiner Fähigkeiten als Lyriker war, mit der Energie, die man mit 27 hat und die sich unbestreitbar ändert, wenn man älter wird. Die Texte haben (die Musik) diktiert. Ich denke, man kann die Energie, die Lebendigkeit der Ideen hören.“

Und weiter:

„Musikalisch werden Edwards' Texte in eine für die frühen 90er Jahre typische Mischung zwischen Punk, Rock und Grunge umgesetzt, die sanfteren Stücke erinnern an Lou Reed. Es sei eine Art Zeitkapsel aus dem vordigitalen Zeitalter: „Richey hatte nie ein Mobiltelefon, keinen Computer, er schrieb alles auf der Schreibmaschine. Wir haben das Album mit Albini analog auf Tonband aufgezeichnet, es ist also eine Art Schatztruhe aus einer bestimmten Zeit.“

 

5 Punkte für die Musik und einen für den Mut und die geniale Idee, die Texte von Edwards noch mal hervor zu holen= 6 Punkte



Trackliste:

01. Peeled Apples
02. Jackie Collins Existential Question Time
03. Me And Stephen Hawking
04. This Joke Sport Severed
05. Journal For Plague Lovers
06. She Bathed Herself In A Bath Of Bleach
07. Facing Page: Top Left
08. Marlon J.D.
09. Doors Closing Slowly
10. All Is Vanity
11. Pretension//Repulsion
12. Virginia State Epileptic Colony
13. Bag Lady
 
Nachricht an Autor andrew.uhlemann@triggerfish.de
 
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Letzte Aktualisierung ( 25.05.09 )
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