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05.06.09 |
 |  | | Dreht den Sovietoblaster auf!
Lassen wir die Klischees von
Räucherstäbchen, Esoterik und Gutmenschentum mal außen
vor, wenn wir gleich von Weltmusik sprechen. Weltmusik im besten
Sinne ist nämlich auch das, was das Berliner Musikerkollektiv
Rotfront macht. Ihre neue Platte Emigrantski Raggamuffin ist so etwas
wie die gute und spaßige Seite der Globalisierung.
In die von Yuriy Gurzhy - bekannt als
eine Hälfte der legendären Russendisko - und Simon Wahorn
gegründete Band waren in den vergangenen sechs Jahren mehr als
40 Musiker aus aller Welt involviert. Der derzeitigen Stammbesetzung
gehören Künstler aus der Ukraine, Ungarn, Amerika,
Australien und Deutschland an. Ähnlich bunt ist dann auch die
Musik: Rotfront vermischen Ska, Reggae, Dancehall- und
Cumbia-Sounds mit Klezmer, Hiphop, osteuropäischer Turbopolka
und mediterranen Melodien. Was dabei herauskommt, ist Tanzmusik auf
höchstem Niveau mit ironischen Texten in vielen Sprachen über
den Berliner Alltag mit und ohne Migrationshintergrund.
Emigrantski Raggamuffin ist ein überaus
abwechslungsreiches Album, dem es gelingt, die überschäumende
Stimmung, die auf Konzerten von Rotfront garantiert ist, in die
eigenen vier Wände zu tragen. Ihre wahre Bestimmung hat die
Platte aber nicht dort, sondern auf der nächsten Party. Dort
wird die Rotfront bald Stammgast sein und nicht nur Genrefans
glücklich machen.
Trackliste: 01. Intro
02. B-Style
03. Zhiguli
04. Sovietoblaster
05. Kemények a fények
06. Berlin - Barcelona
07. Red Mercedes
08. Ya Piv
09. Remmidemmi
10. Sohase Mondd
11. Gypsy Eyes (feat. Miss Flint)
12. RotFront FM
13. Tüz
14. Devil
15. Emigrantski Raggamuffin (feat. Smo)
16. Klezmerton
17. YouTube Song | | | | | Nachricht an Autor felix.koesterke@triggerfish.de | | | | Weitere Beiträge von Felix Kösterke | |