Home arrow Reviews arrow Tonträger arrow THE MACCABEES - Wall Of Arms
Advertisement
Advertisement
Advertisement
Advertisement
Advertisement

..Reviews > Tonträger..

THE MACCABEES - Wall Of Arms


08.07.09
Image
 
Label:
Fiction / Cooperative Music / Universal
 
Vö:
29.05.2009
 
Format:
CD
 
Links:
  
 
Bewertung

Redaktion:
4
 
Leser:  
Das meinen unsere Leser!
 


 

Hier zu kaufen

Amazon Logo

Zu Besuch in Kanada

Kann man eigentlich zu oft betonen, dass ARCADE FIRE die Musik gerettet haben? Seit ihrem Debüt "Funeral" versucht schließlich jeder, der eine Gitarre spielen kann und sich irgendwie in Richtung Folk orientiert, genauso melodramatisch und exzentrisch zu klingen, wie das kanadische Multiinstrumentalisten-Kollektiv. Und das war wohl das Beste, was dem Indie-Sound der letzten Jahre passieren konnte. Mit Kanada haben THE MACCABEES allerdings so gar nichts zu tun. Nein, sie sind Briten. Und als solche werden sie natürlich als haus- bzw. inselgemachtes Phänomen gehandelt. Die Presse jubelt und das zweite Album "Wall Of Arms" ist natürlich schon jetzt im Rennen um die Platte des Jahres 2009.


Ob das verdient ist, sei mal dahingestellt. Was allerdings schon der Opener "Love You Better" mit ausschweifendem, repetetivem Refrain und den obligatorischen Bläsern beim Finale schafft, ist durchaus bemerkenswert. Da sitzen die Gitarren und der Pathos wird langsam als Dauerbegleiter für das Album eingeführt. Mit dieser Marschrichtung lässt sich dann auch wunderbar arbeiten. "Young Lions" hangelt sich an reduzierten Gitarren- und Basslinien entlang, bevor der wild tanzende Refrain dann durchaus von einer Zehn-Mann Kombo gespielt sein könnte, und nicht von diesem quirligen Quintett. Hier zeigt sich allerdings schon, dass es mit der ausgelassenen Pop-Stimmung des Debüts "Colour It In" vorbei ist. Spätestens "No Kind Words" wabert und dröhnt dann bis zum kurzzeitigen Stillstand richtig bedrohlich vor sich hin. "If you've got no kind words to say / You should say nothing more at all", wirft Sänger Orlando Weeks in die Dunkelheit, und da ist es erst mal vorbei mit dem Glauben an das süße Indie-Kollektiv.


Vor Enttäuschungen ist man aber auch bei den MACCABEES nicht gefeit. Wäre ja auch zu schön. So stellen sich spätestens bei "Dinosaurs" merkliche Wiederholungen ein, wenn sich aus bedächtigen Strophen am Ende wieder einmal ein exaltierter Refrain herausschält, der irgendwie vorhersehbar war. An der Qualität von Songs wie "Kiss And Resolve" kann das zum Glück recht wenig ändern. Einen Refrain wie: "Oh oh oh my love / There's ritual in the dance my love / And under day old sheets / We will dance my love", könnte man zwar als arg erzwungen bezeichnen, aber wenn die besungene Extase dann auch in eine musikalische mündet, bleiben wenig Wünsche offen. Und bevor jetzt irgendjemand denken könnte, dass hier nur ein Schreiberling seinen Fetisch für eine gewisse kanadische Band befriedigen wollte, der soll erstmal nachsehen, wer als Produzent von "Wall Of Arms" seine Finger im Spiel hatte. Richtig, Markus Dravs, der auch schon maßgeblich am zweiten Album "Neon Bible" von, eben, ARCADE FIRE beteiligt war. Aber wenn sich die Gerüchte bestätigen und von denen bald ein neues Album ansteht, dann haben auch die MACCABEES wieder genug Zeit, eifrig nachzuahmen.


Interview mit THE MACCABEES




Trackliste:

01. Love You Better
02. One Hand
03. Can You Give It
04. Young Lions
05. Wall Of Arms
06. No Kind Words
07. Dinosaurs
08. Kiss And Resolve
09. William Powers
10. Seventeen Hands
11. Bags Of Bones

Ähnliche Bands auf www.triggerfish.de:

ARCADE FIRE - Neon Bible

MALAJUBE - Labyrinthes

WOLF PARADE - At Mount Zoomer

THE RAKES - Klang

 
Nachricht an Autor eric@triggerfish.de
 
Weitere Beiträge von Eric Baudner
Letzte Aktualisierung ( 09.07.09 )
Disclaimer Impressum - triggerfish.de, Andrew Uhlemann Kontakt Jobs