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FUTURE OF THE LEFT - Travels with myself and another


08.07.09
Image
 
Label:
4AD
 
Vö:
26.06.09
 
Format:
CD
 
Links:
  
 
Bewertung

Redaktion:
4
 
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Pissed off walisians  

Die Trennung von MCLUSKY 2005 rührt euer Noiserockherz noch immer zu Tränen ? Andy Falkous, der alte Rotzlöffel, hat eben jenen aber noch nicht abgegeben und mit FUTURE OF THE LEFT bereits 2007 ein neues Lebenszeichen abgegeben. „Curses“ war das Daunenkissen des eindringlichen Noiserock – weichgebettet war es die beste Kissenschlacht des Jahres.


Andy Falkous hat die letzten zwei Jahre aber wieder genug Scheisse gesehen, daß er seinen Aggressionen, mal wieder, in Musikform freien Lauf lassen musste. „Travels with myself and other“ macht daraus keinerlei Hehl, weshalb die meisten Textzeilen keinesfalls zartbesaitet sind. Mit „Arming Eritrea“ bricht ein Bassgewitter über den energischen Plärrgesang herein, bevor „The hope that house built“ marschiert bereits im Gleichschritt in Richtung Eingängigkeit. Parolen wie „Come join, come join our hopeless course“ wirken dringlicher als der Würgereflex nach Genuss von billigem Barcadi. Ob es Andy Falkous aber wirklich gefolgt werden sollte ? Er ist definitiv ein Wahnsinniger. „I am civil service“ klingt wie die Porno Version von Sid Vicious, „If i eat what i fuck and i fuck what i eat – am i worth it ?“, bevor er bei „You need satan more than he needs you“ zu gniedelndem Gitarren- und marschierendem Basslauf den Verstand an der Abendkasse abgibt. „It doesn´t look like a man, it doesn´t talk like a man, but does it fuck like a man ?“ Mit Urinstinkten ausgestattet verfallen Falkous & Co in einen Rausch, den Sie sich besser auch beim Rest des Albums beibehalten hätten, so wäre das schnorrige „Chin Music“ nicht ganz so unnötig und „Stand by your manatee“ kein lausiger Punkrockabklatsch. Also halt doch wieder auf die harte Tour. „Throwing bricks at trains“, welches mit Suizidtakt nicht nur einer gespaltenen Persönlichkeit freien Lauf lässt, sondern auch die Engel im Refrain Hosianna singen. Ne ganze Spur eingängiger beweist aber „That damned fly“, daß Andy Falkous & Co auch als Insekt ne gute Figur machen. Knackige 2 Minuten Sozialkritik inklusive knarziger Saitenbefeuerung und krächziger Angepisstheit.


War „Curses“ für MCLUSKY Fans noch ein Daunenbett, auf welchem man sich ruhig betten konnte, ist „Travels with myself and other“ ein Nagelbett. Yogigleich braucht es schon etwas Besinnung bevor man sich vom energischen Drive und der Neurosengleichen Angepisstheit von Andy Falkous mitreissen lässt...





Trackliste:

Arming Eritrea
Chin Music
The hope that house built
Throwing bricks at trains
I am civil service
Land of my formers
You need satan more than he needs you
That damned fly
Stand by your manatee
Yin / Post-Yin
Drink Nike
Lapsed Catholics
 
Nachricht an Autor markus.soellner@triggerfish.de
 
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