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r/v: THE NOTWIST - 11.07.09, Düsseldorf, Zakk
| 14.07.09 | ||||||||||||
Vom Teufel keine Spur
Wenn die Gebrüder Acher samt Kollegen nach Düsseldorf einladen, dann ist das eine Reise wert. Zumindest vielen Fans aus dem weiten Umfeld, wie man den eintrudelnden Autos vor dem Club entnehmen kann. Und so tummelt sich denn auch eine große Anhängerschar vor dem Eingang. Kein Wunder, THE NOTWIST live: Das verspricht Pop, Punk, Gitarre, Beats und Elektronik vereint in melancholischer Perfektion. Der Abend beginnt mit dem Weilheimer Duo PORTMANTEAU. Die Nachbarschaft zu THE NOTWIST drängt sich einem unweigerlich auf, die Band passt perfekt ins Vorprogramm der bayerischen Kollegen. Sanft zwirbelnde, dicht treibende Elektro-Klänge, unterstützt von Drums oder Percussion, dringen durch den Saal, locken die letzen Raucher von draussen rein und packen alle sofort beim Nerv. Freude steht beiden Musikern ins Gesicht geschrieben, es sei schließlich eine große Ehre vor THE NOTWIST zu spielen. Und nicht zuletzt kommen ihre Tracks prima beim Publikum an, bereits nach wenigen Minuten haben sie alle in ihren Bann gezogen. "Alle" sind an diesem Abend ein gut durchmischtes, extrem entspanntes Publikum. Viele ältere Generationen finden sich ein, teilweise mit ihren Sprösslingen. Und als THE NOTWIST gegen halb 10 die Bühne betreten, gibt es kein Drängeln, kein Schubsen … es geht halt einfach los. Unaufdringlich, unsexy, unprätentiös – so steht die Band da und beginnt auf ihre introvertierte Weise ihr Programm. Markus Achers Stimme ertönt leicht und sanft zu "Boneless", meist singt der Frontmann mit geschlossenen Augen. Viel Bewegung herrscht nicht auf der Bühne: die Lichtshow ist dezent, nur Martin Gretschmann aka Konsole fuchtelt ein wenig mit seinen wii-Controllern in der Luft herum. Ganz langsam, dafür beeindruckend dicht bauen die Indie-Veteranen ihr Set auf, die meisten Songs stammen dabei aus ihrem jüngsten Werk "The Devil, You & Me". Doch bei "This Room" ändert sich zunehmend die Stimmung: Gretschmann wechselt immer wieder auf die andere Seite der Bühne zu seinen Elektro-Reglern, schwere Beats dröhnen aus den Boxen, Strobo flimmert auf, die Musiker dreschen in gekrümmter Haltung auf ihre Instrumenten ein. Doch schon zu "Sleep" ist das Gewitter über einen hinweg gezogen und wohin man auch blickt, liegen sich die Leute wieder in den Armen und blicken andächtig zur Bühne empor. Es herrscht wieder Kuschelalarm im Zakk, kombiniert mit Kopfnicken und leichtem Fußwippen. Doch auch der hält nicht allzu lange an, bei "Gloomy Planets" und "Neon Golden" zieht das Tempo erneut an und die Füße der Umstehenden wagen immer größere Tanzschritte, bis dann Ganze im wohl großartigsten Song der Band "Pilot" gipfelt. Nach 70 Minuten endet die spannungsgeladene Reise mit "The Devil, You & Me", bevor sich die Band verabschiedet. Doch die Fans fordern nach mehr – immer neue Songwünsche werden durch den Saal gerufen, bevor Acher & Co. zu drei Zugaben aufspielen. Nach Danksagung an ihren Support und Verweis auf ihr Konzert am 14.08. in Köln, fahren die wortkargen Herren mit "Good Lies" noch einmal auf. Eigentlich wäre da schon jeder zufrieden gewesen, völlig erfüllt mit Friede, Freude und Eierkuchen – vom Teufel fehlt hier jede Spur. Doch noch einmal setzt die Band an und legt zwei Extras oben drauf: "Consequence" und "Gone Gone Gone" bilden das stimmungsvolle Finale und entlassen ihre Anhänger mit den tröstenden und wohltuenden Worten "Leave me paralyzed, love. Leave me hypnotized." und "We Will Never Let U Go". Schöner hätte man es nicht formulieren können. www.notwist.com www.myspace.com/notwist Fotos: Dominik Skopp
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| Letzte Aktualisierung ( 23.07.09 ) | ||||||||||||
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