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02.08.09 |
 |  | | There´s a science to fear
Wir verirrte Seelen brauchen manchmal eine führende Hand. Glücklicherweise gibt es die BBC, welche uns jedes Jahr aufs neue, eine Liste mit den 15 verheissungsvollsten Künstlern fürs neue Jahr schenkt. Dieses Jahr konnte man da LADY GAGA, EMPIRE OF THE SUN, LA ROUX und THE TEMPER TRAP finden. THE TEMPER TRAP ? Wer von den jungen Australiern, rund um Frontmann Dougy, bisher noch nichts gehört hat sollte das schnellstens nachholen, denn dieses mal irren sich weder die BBC noch der NME.
Das Debüt der Australier wurde in London von Jim Abbiss produziert, welcher sich u.a. für Alben von UNKLE, ARCTIC MONKEYS und MASSIV ATTACK verantwortlich zeigt. Aber das wichtigste ist, diese Band bringt verschiedenste Einflüsse unter einen Hut und lässt daraus Musik mit Stadionatmosphäre entstehen. Wer brav mitschreibt hat seinen DIN A4 Zettel schnell vollgeschrieben mit Bands wie THE COMMODORES, U2, COLDPLAY, MUSE, RADIOHEAD, usw. Zwei Referenzen, welche unüberhörbar sind, werden diese Band sicherlich auf euren nächsten Einkaufszettel erscheinen lassen. DAVID BOWIE und BLOC PARTY. Stimmlich sind BOWIE & KELE OKEREKE vereint im Gesangsorgan von Dougy, musikalisch klingt „Conditions“ wie das, was man von BLOC PARTY nach „Weekend in the City“ vergeblich erwartet hat. Die luftigen Gitarren und die bewegende, dynamische Komposition von „Rest“ kombiniert mit dem emotionalen Refraineinsatz lässt die Band bereits auf Augenhöhe mit den Briten stehen, den Überholvorgang leiten THE TEMPER TRAP erst später ein. „Resurrection“ macht aber keinen Hehl daraus, daß dieser Band großartiges bevorsteht. Das verschlafen wirkende Falsettgesangsintro spannt den Bogen der Spannung. Die Orgeln welche im Opener „Love lost“ noch den 70ies Soulpop bestimmt haben, werden hier in den Hintergrund degradiert, zaubern aber gemeinsam mit den Streichern eine sphärische Stimmung. Welche jäh, aber erwartet, unterbrochen wird. Die Saiteninstrumente melden sich zu Wort, lassen die weiche Haut des Titels aufplatzen und bringen ein angriffslustiges Wesen zum Vorschein. Derartige Wandlungen durchlaufen THE TEMPER TRAP eher selten, Stücke wie „Sweet Disposition“ oder „Science of Fear“ haben das auch nicht nötig, Sie sind auch so hervorragende Indiepopsongs, welche geradezu nach Stadionatmosphäre schreien.
THE TEMPER TRAP lassen mit „Conditions“ die Hoffnung aufkeimen, daß es durchaus noch entdeckenswerte Bands mit großer Zukunft gibt. Wo diese bei THE TEMPER TRAP hinführen wird, kann freilich erst das zweite Album entscheiden, aber „Conditions“ rechtfertigt mehr als einen Platz auf den BBC Top 15. Reinhören und entdecken.
Trackliste: 1. Love Lost
2. Rest
3. Sweet Disposition
4. Down River
5. Soldier On
6. Fader
7. Fools
8. Resurrection
9. Science Of Fear
10. Drum Song
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Letzte Aktualisierung ( 02.08.09 )
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