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r/v: AREA 4 - 22.08.2009, Lüdinghausen
| 30.08.09 | ||||||||||||
Assi-Circle Pit mit Jogginghose
Der zweite Tag des AREA 4 Festivals startete für die meisten eher später. Zur dritten Band des Tages, der Metalcore-Kapelle CALLEJÓN, fanden sich in den späten Mittagsstunden dann doch noch einige Besucher vor der einzigen Bühne ein und ließen sich sogar zu kleineren Pits animieren. Mit verqueren Ansagen ("Dieser Song handelt von schwangeren Zwergen, die unter der Erde leben."), He-Man-"Bei der Macht von Greyskull"-Intro, reichlich Keyboard-Dudelei und deutschen Mitgröhl-fähigen Texten wurde das noch etwas übernächtigte Publikum passend unterhalten. Zur Bollo-Hymne "Porn From Spain" wurde schließlich noch zum "Assi-Circle Pit - mit Jogginghosen!" aufgerufen. Im Gegensatz dazu ließen es RIVAL SCHOOLS weitaus ruhiger angehen. Nach ihrer Auflösung im Jahr 2003 sind die New Yorker letztes Jahr wieder zusammengeschlossen und beschallten nun die Festivalisten. Neben älteren Tracks von "United By Fate", wie z.B. "Travel By Telephone", wurde auch der neue Song "69 Guns" gespielt, der wahrscheinlich auf dem angekündigten neuen Studioalbum der Band zu finden sein wird. Nach den TOTEN HOSEN am Vortag und CALLEJÓN, stand mit den BROILERS schon die dritte Kombo aus Düsseldorf auf der Bühne. Die fünf sind schon reichlich festivalerprobt und so betraten sie zu BROILERS-Chören die Bühne. Nicht nur beim obligatorischen "Ich sah kein Licht" stimmte die AREA 4-Meute, von denen die meisten wohl schon das ein oder andere Mal die Band live gesehen hatte, lauthals mit ein. Fast schon bedächtig ging es dann bei den ebenfalls wiedervereinten THE GET UP KIDS zu, die aber eine "super awesome fun-time show" versprachen. Neben Songs vom letzten Album "Guilt Show" - darunter u.a. "Martyr Me" und "The One You Want" - gaben sie auch noch einen THE REPLACEMENTS-Coversong zum Besten. ![]() Während die Post-Hardcore-Veteranen von THURSDAY schon in den Startlöchern standen, reihten sich bereits alle RISE AGAINST-Fans in der kilometerlangen Schlange für die anstehende Autogrammstunde ein. Zum Glück ist das Gelände auch im dritten Jahr immer noch einigermaßen übersichtlich, so dass auch die Wartenden nicht auf Klassiker wie "War All The Time" und Songs aus dem aktuellen THURSDAY-Album "Common Existence" verzichten mussten. Dennoch übersah der ein oder andere den Gastauftritt von RISE AGAINST-Sänger Tim, der statt des Stifts erst noch das Mikro schwang. Mit "Meine kleine Muschikatzen" begrüßte dann im Anschluss Jesse Hughes von den EAGLES OF DEATH METAL das Publikum, welches sich zum Teil mit stilechten Bärten ausgestattet hatte. Wie nicht anders zu erwarten ließ sich Jesse ausgiebig feiern, kämmte seinen Schnorres und trank reichlich RumCola. Nichtsdestotrotz gaben die EAGLES auch diverse Songs zum Besten, darunter etwa "Cherry Cola", "Secret Plans", "Anything 'Cept The Truth", "Wannabe In L.A.", "I Only Want You", "I Want You So Hard (Boy's Bad News)", "I Gotta Feeling (Just Nineteen)" und "Speaking In Tongues". Als eine der ersten Bands des Festivals, betraten AFI tatsächlich pünktlich zur angekündigten Zeit die Bühne. Leider verließen die vier dieser aber auch nach nur 50 Minuten schon wieder. Zugegeben, Sänger Davey klang hier und da etwas heiser, fegte aber dennoch in gewohnt elfenhafter Manier über die Bühne. Trotz goldenem Mikro und einem Backdrop zum nächsten Monat erscheinenden neuen Album "Crash Love", gab es keine neuen Songs für das Festivalpublikum. Stattdessen setzten die Kalifornier auf ganz Altes ("Love Is A Many Splendored Thing", "A Single Second"), einigermaßen Altes ("Days Of The Phoenix", "Totalimmortal") und einigermaßen neues Material ("Leaving Song Pt. II", "Dancing Through Sunday", "Love Like Winter", "Miss Murder", "Kill Caustic", "Silver And Cold", "The Missing Frame"...). Wohlverdienter Headliner des Abends waren RISE AGAINST, die vom ersten Song an das Publikum mitrissen und eine - wie gewohnt - erstklassige Show ablieferten. Sänger Tim McIlraths Stimme überzeugte nicht nur bei den härteren Songs, sondern auch bei der kleinen Akustik-Einlage. Das Publikum zeigte sich durchweg textsicher und stimmte meist lauthals mit ein. Hier die Setlist: -Collapse (Post-America) -State Of The Union -Re-Education (Through Labor) -Paper Wings (!!!!!!) -Long Forgotten Sons -The Good Left Undone -Chamber The Cartridge -Drones -The Dirt Whispered -Audience Of One -Blood To Bleed -Savior -Survive -Blood-Red, White & Blue -Prayer Of The Refugee -Swing Life Away (Acoustic) -Hero Of War (Acoustic) -Dancing For Rain -Give It All -Ready To Fall
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Im Gegensatz dazu ließen es 