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TRACEDAWN - Ego Anthem


07.10.09
Image
 
Label:
Drakkar Records / Sony Music
 
Vö:
25.09.09
 
Format:
CD
 
Links:
  
 
Bewertung

Redaktion:
5
 
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Von Vielem etwas, für Viele Etwas

Nicht lange nach dem, aufhorchen zu lassenden selbstbetilten Debut der kleinen, äh jungen Finnen kommt in Windeseile der Nachschlag. Selbstbewußter und spontaner sind sie auf  EGO ANTHEM geworden, der Titel ist Programm. Das Cover vermutlich auch. Wie gehabt orientiert man sich an dem was in Finnland, ja man muss sagen Mainstream ist, nimmt man denn die Charts als Gradmesser, nämlich Metal in allen seinen Stilarten.

Das Rezept schreibt sich diesmal folgendermassen: Man packt in den Mixer: wieder eine gutes Pfund C.O.B.-Metal, also viel Key-Gedudel mit einer Prise Black Metal der dritten Generation und Laiho-Saitenhexereien, dazu einen Schuß Symphonic Metal a la Sonata Artcica usw., eine Prise Progressive-Geschrubbel in Form von Dream Theater-Rhythmen oder auch schonmal ein Saga-Solo, dazu ein ordentlicher Schlag Death Metal, so Arch Enemy-mäßig, Gehacktes in Form von Thrash-Riffs und als Soße oben drüber corig-brüllender und melodischer Gesang im Wechsel garnieren. Das Ganze in der gußeisernen Auflaufform knapp 40 min im modernen Bräter ziehen lassen. Fertig. Nur noch in neun Portionen teilen und den Metalfans servieren. Die brauchen sich auch nicht zanken, den die Portionen sind gerecht, will heißen, die einzelnen Songs beinhalten jeweils alle Zutaten, so ist das halt bei Auflauf.

Im Ernst, die Jungs haben es spieltechnisch und von den Arrangements echt drauf und man kann auch raushören, dass sie beim Einprügeln der Songs ne Menge Spaß hatten, ich auch bein Hören, aber einen Klassiker mit Wiedererkennungswert, kann man so nicht komponieren. So fordert dieses Album viel Hinhörarbeit und geistige Aufmerksamkeit, bis sich einzelne Nummern heraukristalieren. Ich will hier mal "Scum" (nee, kein Napalm Death-Cover) positiv herausnehmen, das  kontrastreicher gehalten ist. Und eine weitere Ausnaheme ist nicht (!) so starke  "The Forsaken", das auch der lascheste Song ist und wohl deshalb für den ersten Video Clip ausgewählt wurde und das Album nicht gut repräsentiert.

Denn es ist ein starkes, ungestümes Album, das Spaß macht, für Leute, die den oben genannten Trademarks etwas abgewinnen können, halt mal ohne Ohrwürmer.




Trackliste:

01. Make Amends 4:19
02. Part Of The Wounded 3:55
03. Scum 3:48
04. In Your Name 3:54
05. Your Way Is Not For Me 4:32
06. Dirt Track Speedball 4:21
07. Repeating Mistakes 5:03
08. Brain Attack 3:48
09. The Forsaken 4:42

gesamt: 38:46
 
Nachricht an Autor frank.meyer@triggerfish.de
 
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Letzte Aktualisierung ( 09.10.09 )
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