„Wenn
das passiert, ist der Tag schon gerettet...“
Jonas
Goldbaum – das ist Gitarrenrock mit maximalem Popappeal, eine
Kombination aus Härte und Melodie, das ist (Pressezitat) „eine
der wenigen wirklich bemerkenswerten Gitarrenbands, deren Musik und
deren deutschsprachige Texte glaubhafte Emotionalität vermitteln
und daher ausnahmsweise kein bisschen wehtun.“ Songs, die sich als
energetische Soundausbrüche präsentieren, teils am Rande
totaler Eskalation, teils „lediglich“ frech und unbändig,
stets aber präzise. (roadrunnerrecords.de)
Triggerfish.de interviewte Arne, Gitarrist/Sänger und Songschreiber von Jonas Goldbaum.
TF:
Euer Album erscheint am 26. Oktober. Schon aufgeregt? Eher
gespannt als aufgeregt. Ob und wie das Album allgemein ankommt, wird
sich sowieso erst Wochen später herausstellen.
TF:
Was erwartet Ihr Euch von „Unsere Welt braucht Dich“? Wir
erwarten uns, dass unser Debüt von einer möglichst breiten
Fanschar wohlwollend aufgenommen wird. Dass wir es schaffen,
ungeachtet der großen Konkurrenz Fuß zu fassen, ähnlich
wie wir das in Österreich schon geschafft haben.
TF:
Wie ist „Jonas Goldbaum“ entstanden? Jonas
Goldbaum ist eigentlich in zwei Phasen entstanden. Zunächst
haben sich Flo (Bass) und ich zusammengetan und angefangen Musik
zumachen. Das war vor etwa fünf Jahren. Im Herbst 2003 sind dann
Martin (Gitarre) und Thorsten (Schlagzeug) zu uns gestoßen, und
haben die Band komplettiert.
TF:
Ihr seid gerade auf Tour in Deutschland und supportet Nikola
Sarcevic. Sind solche Touren nach fünf Jahren Bandgeschichte
noch etwas besonderes? Ja.
Wir haben in den letzten vier Jahren alle österreichischen
Bühnen bespielt, die meisten von ihnen mehrmals. Dabei hat es
allerdings meist nur „Wochenendtouren“ gegeben von zwei oder
höchstens drei Tagen. Eine Woche durchgehend unterwegs waren wir
noch nie.
TF:
Der Legende nach kommt der Name „Goldbaum“ von Arnes Nichte. Doch
wer ist Jonas? Meine
Nichte heißt Jona. Der Genetiv davon lautet Jonas (nicht, wie
oft angenommen wird Jona´s). Der Goldbaum der Jona also.
TF:
Wer sind Eure musikalischen Einflüsse? Wir
kommen alle vier aus verschiedenen musikalischen Richtungen. Thorsten
steht mehr auf härtere Bands, Martin ist breit gefächert,
mag 70er Jahre Rock á la Led Zeppelin genauso wie Blues oder
Bands wie Queens of the Stone Age, Flo ist Richtung 90er Jahre Rock
(Kula Shaker, dEUS,...) eingestellt. Ich selbst hab viele, viele
Lieblingsbands. Alles, was großartige Melodien hat (Radiohead,
Manic Street Preachers, the Verve,...)
TF:
Wie macht man sich in Österreich bei der recht überschaubaren
Szene bekannt? In
Wien, wo wir angefangen haben, ist das mit dem Bekanntwerden ziemlich
schnell gegangen, das Alternativ Radio FM4 hat uns da sehr
unterstützt und fleißig unsere Songs gespielt. Außerhalb
Wiens haben wir unseren Bekanntheitsgrad vor allem durch dauerndes
Live-Spielen erreicht.
TF:
Mit „Roadrunner“ habt Ihr ein etabliertes Label im Rücken.
Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit? Als
wir merkten, dass unser erstes Album („Tower an Bodenpersonal“,
2005) in Österreich gut ankam, kam uns die Idee, doch den Sprung
nach Deutschland zu probieren. Roadrunner war eines von vielen
Labels, mit denen wir im Gespräch waren. Letztendlich waren es
die Charaktere bei Roadrunner, deren Zugang zu unserer Musik und
deren Professionalität, die uns überzeugten.
TF:
Wie passt Ihr mit Eurem eindeutigen Popeinschlag auf das Label von
Porcupine Tree und Opeth? Das
haben wir uns am Anfang auch gefragt. Bald aber haben wir uns
eigentlich geschmeichelt gefühlt, schließlich sind wir
nicht nur die erste österreichische, sondern die erste
deutschsprachige Band überhaupt auf diesem Label. Im Endeffekt
glaube ich, ist egal in welcher „musikalischen Nachbarschaft“ man
auf einem Label zuhause bist, solange die Musik richtig verstanden
und entsprechend dafür geabeitet wird.
TF:
Wie geht es weiter mit Jonas Goldbaum? Ich
hoffe, dass Publikum und Kritik unsere Platte ähnlich gut finden
wie wir das tun. Wenn das passiert, ist der Tag schon gerettet.