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RICH WEBB - Overboard


07.11.07
Image
 
Label:
All Killer Music
 
Vö:
26. Oktober 2007
 
Format:
CD
 
Links:
  
 
Bewertung

Redaktion:
4
 
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Durch die Nacht...

Wenn sich die Nacht über die Stadt legt und die Hektik des Tages verschluckt, dann zieht es die Ruhelosen unweigerlich nach draußen um durch das nächtliche Lichtermeer zu streifen. Das ist nicht nur in jedem guten Film so, der zumindest den Grundsoll an Melancholie erfüllen will, sondern lässt sich auch in jeder beliebigen Großstadt beobachten. In jedem Fall darf die richtige musikalische Begleitung nicht fehlen. Und wenn in diesem Herbst ein geschmackssicherer Mensch unterwegs ist, dann hat er garantiert RICH WEBB auf den Kopfhörern. Denn dessen drittes Album "Overboard" klingt genauso, als wäre sie auf einem dieser nächtlichen Streifzüge erdacht und unmittelbar aufgenommen worden.

Der fast noch harmlos wirkende Opener "Don't Feel So Sad" sorgt für einen folkigen Einstieg und ist trotz der Geradlinigkeit schon durch die umfangreiche Instrumentierung und den wunderbar exaltierten Refrain  ein etwas anderer Anfang abseits der üblichen Folk/Country – Pfade. Doch der sinistre Sprechgesang in "Judy Garland" lässt den Abend einkehren, bevor es immer dunkler und gleichzeitig auch schöner wird auf "Overboard". "Move On Over" entwickelt auf vier Minuten unverschämt viel Soul und spätestens "Burn In Hell" verliert sein Herz endgültig an die Nacht. Dass der Mann sich für drei Alben insgesamt fast zehn Jahre Zeit lässt, scheint einen guten Grund zu haben.

Dass trotz dieser guten bis großartigen Alben Künstler wie RICH WEBB mit derartigem Material allenfalls ein semibekanntes Dasein fristen, während die JACK JOHNSONS dieser Welt mit ihrem emotional reichlich eindimensionalen Repertoire den Ruhm einstreichen, stört dabei nur wenig. Momente, wie sie "Overboard" liefert, teilt man ohnehin lieber mit einem ausgesuchten Hörerkreis. Dieser freut sich dafür umso mehr. Und wenn am Ende des Albums fast programmatisch der Song "Light" eine leicht wärmende Wintersonne aufgehen lässt, dann kann "Overboard" eigentlich gleich wieder von vorne beginnen. Die nächste Nacht kommt dieser Tage ja schneller als man denkt.






Trackliste:

01. Don't Feel So Sag
02. Judy Garland
03. Blue-Eyed Girl
04. Move On Over
05. Burn In Hell
06. Firehole
07. Cry Like A Whale
08. 3 Days Missing
09. Miranda
10. Take It All
11. Light
 
Nachricht an Autor eric@triggerfish.de
 
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Letzte Aktualisierung ( 02.12.07 )
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