Das nächste große Ding in Sachen Electroclash/-punk/-rap kommt weder vom Deich, noch aus der Hauptstadt, sondern aus - wer
hätte es gedacht - München. Und so doof Bandname und Titelgebungen auf "Nachtigall" auch sein mögen, fast immer steckt da
mehr dahinter. Neben der (vielleicht auch hineininterpretierten - wer weiß das schon so genau?) Substanz kommt die
Partyfraktion aber nicht zu kurz. Wummernde Beats und knarzige Gitarren gepaart mit knarzigen Beats und wummernden Gitarren.
Dazu dann mehroderweniger-Rap mit Gröhl und Melodie. 14 mal. Kumuliert ergibt das "Nachtigall". Quintessenz: Spaß.
"Und der Rest von dir ist auch rotzfrech, jetzt stichst du endlich wieder raus aus der Masse!"
Audiolith Records hat mit FRITTENBUDE ein goldenes Näschen bewiesen und nach Bratze und Der Tante Renate den nächsten
Dancefloor Überstarter ins Rennen geschickt. FRITTENBUDE haben genau das richtige Mittelmaß gefunden und sich dort das Nest für ihre Nachtigall gebaut, wo sich andere in politische Kirmeshaudrauftechno-Nesseln setzen (Egotronic) oder adoleszente Bierduschen pflegen (Deichkind). Gut gemacht FRITTENBUDE. Gut gemacht Audiolith.
Anspieltipps: Hildegard, Ein Affentanz, Superschnitzelovesong
Frittenbude - 'Pandabär'
Trackliste:
01. Hildegard
02. Ein Affentanz
03. Pandabaer
04. Mindestens In 1000 Jahren
05. Superlude
06. Superschnitzellovesong
07. Irgendwie Lieb Ich Das
08. Die Nacht
09. Es Dreht Sich Alles Um Uns Beide
10. Electrofikkkke
11. Was Ist Nur Mit Dir Passiert
12. Das Licht
13. Zucker
14. Der Tag