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r/v: THE KILLS - 14.3.2009, Düsseldorf, zakk

16.03.09
ImageDie Skills der KILLS

Dem zakk sei Dank startete das seit einigen Jahren zuverlässig rotzige und rockige Duo THE KILLS diesmal im feinen Düsseldorf seine Mini-Deutschland-Tour. Das prima Booking wurde belohnt: Alle Karten waren schnell verkauft!

Zwar hat das wunderbare Album 'Midnight Boom' schon ein Jahr auf dem Buckel, aber Alison Mosshart und Jamie Hince haben die Monate einerseits zur Produktion von extrem klasse Videos und anderseits durch die Nähe zum weltweiten Klatschpresse-Epizentrum Kate Moss genutzt und dadurch permanente Medienpräsenz erzeugt.

Das Publikum stand daher jung, bunt und unruhig in der Halle. Den Auftakt in den Abend gaben PUNK'D Royal, die allerdings einen unentschieden, nicht überzeugenden Soundbrei boten, der ein paar Kumpels vor der Bühne erfreute, den großen Rest aber langweilte und die Schlange vor der Biertheke rekordverdächtig verlängerte.

Nicht lange danach, schlüpften THE KILLS durch den Vorhang. Jamie klickte die Drumbox an, der knochentrockene Sound von 'URA Fever' presste sich durchs Publikum, sein kaltes Noiserock-Gitarrenspiel und der Chorgesang mit Alison, die zwischen lässig und manisch die Bühne entlang schlenderte, leitete das Konzert ein. Die Arbeitsteilung der beiden ist bekannt: Beide singen, beide rocken die  Gitarren, mal abwechselnd, mal gemeinsam. Beide haben die nötige Persönlichkeit und Coolness um mit mal affigen, mal lustigen, mal Performance-haften Posen anderthalb Stunden prima zu unterhalten. Das Licht dazu war allerdings eher mau. Ein paar blaue Kaskaden, Strahlen - nicht richtig Understatement, nicht richtig Kunst.

Schon beim zweiten Song 'Alphabeth Pony' tanzten die Fans. Das kurze Ding, hatte zwar, wie alle Songs des Abends, nicht diese spezielle THE-KILLS-CD-Qualität, aber der Spirit war jetzt da.

THE KILLS sind nach Jahren tüchtigen Tourens extrem professionell lässig. Ohne ein Wort zum Publikum spielten die beiden ihre Zwei- bis Dreiminuten-Songs. Alison gab die bekannte Mischung aus Mick Jagger und Nico, warf ihre Haare, gockelte, plärrte sich die Wut aus der Kehle, hockte sich öfter mal auf den Bühnenboden, brachte aber auch hypnotische Momente wie die seelenruhige Version von 'Black Balloon' zustande. Dazwischen qualmte sie eine Unmenge an Zigaretten weg. Jedem Manager der Tabakindustrie dürfte es beim Anblick der melancholischen Dampfmaschine die Dankbarkeitstränen in die Augen treiben.

Jamie dagegen glänzte mit Fröhlichkeit. Er stachelte das Volk mit zackigen Gesten an, zielte mit seiner Gitarre ins Publikum und gab den Indie-Prince.

Neben dem Klassiker 'No Wow' waren die Hits von 'Midnight Boom' dann die absoluten Höhepunkte des Abends. Bei 'Last Day of Magic', 'Tape Song' und 'Black Balloon' explodierten die Fans, bei dem cleveren 'Hook and Line' drehten THE KILLS auf der Bühne durch.

Ein Tick mehr Seele hätte der Abend vielleicht vertragen. Der oft und hoch und zurecht gelobte Blues der CDs war tatsächlich kaum zu spüren. Etwas leicht kaltes und metallisches lag in der Luft. Was aber anderseits zu der generellen Distanz der THE KILLS durchaus passt und auf 'Midnight Boom', den Videos und dem visuellen Image der Band geplant gezüchtet wurde.

War trotzdem ein klasse Abend!

Fotos: Judith Uhlemann



 
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Autor Kommentar
Festus avatar Verfasst am 09:43:59 17.03.2009
Spell on you!!

Nicht zu vergessen Alison Mossharts elektronische One Woman Solo Coverversion von "I put a Spell on you" ;-))).
Posing 10 Punkte/ Stimme 7,5 Pkt.

D

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Letzte Aktualisierung ( 16.03.09 )